Mal was zu den neuen Tüchern.

Ich bin noch nie vorher Laminatsegel gefahren. Kannte also den Unterschied nicht zu Dacron. Da ich jetzt neue Tücher von LEE Sails habe, kenne ich ihn. Auch bin ich kein Experte in Sachen Lateralpläne, Segelprofil und Druckpunkten. Kann nur subjektiv wiedergeben, was ich feststelle. Weiterlesen

Vorbereitungen.

Nur noch ein paar Tage, dann geht’s wieder los. Durch den langen Winter hat sich alles ein wenig nach hinten verschoben. Gestern war ich zum ersten Mal dieses Jahr einen kurzen Schlag machen. Testen, probieren, angucken.

Ein kleines Problem gibt’s derzeit noch: Navionics auf dem neuen iPad Mini zickt herum. Die Position wird zwar exakt angezeigt, aber die Peilung erinnert mich an ein Kettenkarussell. Laut Anzeige drehe ich mich permanent um die eigene Achse. Das Problem ist neu, hatte ich noch nie. Und vor allem: ich habe keine Ahnung, woran das liegt. Werde mal ein wenig herumprobieren und notfalls eine andere Software laden.

Zum Ostseeroulette und dessen Ablauf schreibe ich am Wochenende mal was. Es wird ja bald ernst. Also: Durchhalten.

 

P1150036

Drum prüfe wer sich ewig bindet.

Schräge Geschichte.

Gestern habe ich mit Epoxi rumhantiert. Da ich nach dem Einlaminieren eines Bolzens in der Tischhalterung noch Harz übrig hatte, fand ich für den Rest noch eine Top Verwendung. Auf der Messe in Düsseldorf hatte jemand die Halterung Weiterlesen

Die erste DIGGER-Edition heisst…….

Dita!

Claudia und Christoph haben gestern Dita aus Greifswald geholt. Die ganz frisch gebaute Baunummer 239 wird die erste DIGGER-Edition nach Digger. Noch völlig nackt und eingeschweisst. Das bleibt aber nicht lange so, denn in den kommenden Wochen wird Dita ziemlich aufgehübscht.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Spannender Moment: das auspacken. Weiterlesen

Ostern auf der Werft.

Weiterlesen

Tipps für bessere Filme an Bord, Teil 2.

Heute: Der schlimmste Fehler beim Drehen.

Zoomen hat den Vorteil, dass man mit einem Objektiv verschiedene Einstellungsgrößen – sprich Brennweiten – zur Verfügung hat. Simpel gesagt: je höher die Zahl der Brennweite in mm, desto mehr „vergößere“ ich ein Motiv, komme näher ran. Brennweite bedeutet ganz simpel gesagt die „Entfernung der Linse zum Sensor in mm“. Durch die beim Film in Mode gekommenen DSLRs (Digitale Spiegelreflexkameras) haben sich in den letzten Jahren auch wieder vermehrt Festbrennweiten in der Amateurfilmerei etabliert. Ein 25mm Objektiv ist also ein Weitwinkel, ein 200mm ist ein Teleobjektiv. Eigentlich sind Zoomobjektive nichts schlechtes – solange man sie während der Aufnahme in Ruhe lässt. Denn lange und unruhige Zooms machen Filme schlecht, solange man keine dramaturgischen Gründe hat. Wenn man ein Motiv hat, und dieses in Details zeigen will, sollte man in Einzelbildern denken und so auch drehen. Also wenn man zum Beispiel einen Hafen in der Totalen dreht und dann sein eigenes Schiff, dann filmt man zunächst den Hafen. Stopp. Dann zoomt man im Pause-Modus auf sein Schiff (am besten Kamera fixieren) und drückt dann REC. Macht man das nicht, hat man im Film einen ellenlangen Zoom und eine Fahrt auf das Schiff, dass man zunächst nicht richtig trifft, es zu zittern und zu wackeln anfängt und die Aufnahme eigentlich für den Müll ist, denn man hört auch noch den Zoom-Motor der Kamera. Und der Finger, der vorher die Zoom Wippe sucht, machts auch noch unruhig und wenns ganz doof läuft, zoomt man zunächst in die falsche Richtung. Also besser lassen. Im Prinzip sollte man den Zoom in der Regel so behandeln, wie beim klassischen Film. Erst die Szene mit einem weitwinkligen Objektiv drehen, anhalten, andere Brennweite draufschrauben und weiter drehen. Ihr werdet sehen, es macht alles viel besser, ruhiger und schöner.

Solltet ihr allerdings einen Bierdieb an Bord haben, die Mannschaft versammelt an Deck drehen und auf einmal kommt raus, wer der Täter ist, dann könnt ihr auf sein Gesicht zoomen und die Fahrt auch mitdrehen. Denn dann – siehe oben – liegt zum Beispiel ein dramaturgischer Grund vor.

Und noch etwas erreicht man, wenn man nach jedem Bild erstmal stoppt. Man macht sich mehr Gedanken über das nächste Motiv und zoomt nicht alles wild und ohne Plan ab.

Also, nicht zoomen. Das gilt übrigens in Teilen auch für Schwenks. Nichts ist langweiliger, als eine Szene zu sehen, bei der vom Cockpit auf den Spinnaker geschwenkt wird (dann zoom) und dann der Spi auf und abgefahren wird. Lieber auch hier öfter mal Stoppen, Details des Spi suchen, draufhalten und filmen. Stoppen. Und so weiter.

Ach noch was. Nach dem Auslösen des REC Knopfes zählt man in der Regel zunächst leise 21…22…23, dreht dann und dann wieder 21…22…23 und stoppt dann. Das führt dazu, dass man genug “Fleisch” dreht, die Szene lang genug wird und das Bild ruhig bleibt.

Tipps für bessere Filme an Bord. Teil1.

Nein, das ist keine Liste von guten Filmen für die Bordbibliothek. Das hier soll euch helfen, bessere Filme an Bord zu machen. Ich fang mal an.

Thema heute: Tipps gegen verwackelte Aufnahmen

 

  1. Richtig halten. Die typische Haltung von Camcordern führt in der Regel zu verwackelten Bildern: Hand in die Schlaufe, Display aufgeklappt und dann vors Gesicht halten. Die arme Hand! Wie soll die denn die Kamera ruhig halten? Stellt euch mal vor, ein Biathlet würde im Stehendschiessen die Waffe mit einer Hand halten – das arme Publikum. Aber man kann sich bei denen z.B. was abschauen, denn die stützen sich in der Hüfte ab. Deshalb: Besser ist es, mit dem zweiten Arm die Kamerahand abzustützen. Ellenbogen in die Hüfte stemmen, Arm in die Hand legen – das wird schon ruhiger. Noch besser: beide Hände zur Kamerahaltung benutzen. Und nicht unbedingt vor dem Gesicht.Wenn man sich breitbeinig hinstellt, die Kamera fest mit beiden Händen umschliesst und sie vor den Bauch presst, werden die Aufnahmen viel ruhiger. Seit es die klapp- und drehbaren Displays gibt, kann man das sehr gut so machen. Will man schwenken, um zum Beispiel ein vorbeifahrendes Boot zu drehen, dann dreht man einfach aus dieser breitbeinigen Position seinen Körper und die Kamera fährt sanft mit. Sofern man kein 18 Fuss Boot hat. Da wackelts immer, aber man vermindert es sehr.
  2. Niedrige Brennweiten. Kennt auch jeder: irgendwo da hinten schwimmt ein Schweinswal und man will ihn filmen, zoomt ganz heran und dann beginnt das Wackelmassaker. Klar, die hohe, telige Brennweite führt dazu, dass jedes Wackeln und Zittern noch stärker wird. Zuhause ärgert man sich, weil man den Wal gar nicht sieht. Besser ist es, nicht so nah ranzugehen. Moderne Kameras, die in HD aufnehmen, liefern ein Bild ab, dass man hinterher am Computer immer noch hochskalieren kann. Deshalb so weitwinklig wie möglich drehen. Wenn man das Motiv einigermassen drauf hat und hinterher hochbläst ist es besser, als Wackelaufnahmen zu haben, in denen das Motiv immer nur kurz und schemenhaft auftaucht. Merke: je weitwinkliger man dreht, desto ruhiger wird die Aufnahme. Also besser sich mit der Kamera dem Motiv nähern (okay, vom Boot aus ist das schwieriger) und eine neue Einstellung drehen als stehenzubleiben und auf der Zoomwippe rumzudrücken. Zoomen IM Film ist eh verboten, aber dazu später mehr. Wenn ihr ein wenig runterscrollt, sehr ihr den Ærøskœbing Clip. Die Aufnahmen beim Gehen sind mit einem 7mm Weitwinkel gedreht. Alles andere wäre unerträglich wackelig.
  3. Die Welt ist voller Stative. Stative sind eine Qual. An Bord benutzt man sie eh nie und beim Landgang will man die Dinger auch nicht mitschleppen. Braucht man aber auch nicht. Denn überall stehen kostenlose Stative rum. Betonpoller, Pfähle, Autodächer, Jacken, Mauern, Ehefrauen, Knie, Bierdosen, Sprayhoods, Kajütdächer, Laufdecks und so weiter. Mal ausprobieren: Kamera hinstellen. Und laufen lassen. Hat auch einen positiven Nebeneffekt: man dreht ungewöhnliche Perspektiven und nicht immer nur langweilig aus Augenhöhe (siehe Punkt 1.) Münzen aus der Geldbörse kann man dazu benutzen, den Kamerawinkel anzupassen. 
  4. Stative. Wenn es denn doch ein Stativ sein soll, habe ich eine Empfehlung: Gorillapod. Ich liebe diese Dinger! Klein, handlich und vielfältig einsetzbar. Man kann sie als klassisches Dreibein benutzen oder irgendwo dran klemmen.

 

Dingi mit Stehhöhe.

Mei oh mei. Was hab ich in den letzten Monaten nach Beibooten geguckt. Nach dem Desaster im vergangenen Jahr mit dem 79 Euro Gummiboot war diese Baustelle noch immer offen. (siehe Artikel)

Ein richtiges Beiboot wie mein früheres eSea kommt nicht in Frage, weil’s zu schwer ist und es auch gar nicht in die Backskisten passt. Und diese Billig-Gummiboote sind unhandlich und verursachen beim Nachschleppen große Probleme. Ausserdem hat mich schon früher auf der Etap genervt, diese sperrigen Dingis aufzublasen. 30 Minuten Vorbereitung für 5 Minuten fahren. Deshalb schleppen auch so viele ihre Beiboote hinterher.

Was also tun? Keine Ahnung. Bis letzte Woche. Achtung! Jetzt kommt Werbung:

Stefan Bolz von Neptune Sail, der meine wundervollen Fallentaschen herstellt, schrieb mir, dass er etwas ganz Neues im Angebot hat. Und schickte mir diesen Film hier:

Jess. Das ist es. Stand-Up-Paddleboard (SUP) von BIC. Kleines Packmaß, kleines Gewicht, großer Spaß. Und sehr praktisch. Und es hat Stehhöhe. Schnell aufgeblasen, schnell verstaut. Perfekt. Die Lösung meiner Dingi Probleme. Willkommen an Bord – das Teil kommt mit. Polly wird sich freuen. Und ich mich auch. Ich werde berichten. Freu mich wie Bolle. Und einen Namen bekommt das Teil auch: DIGGI.

Link zum SUP: neptune sail

Und noch etwas: Einige meckern ja immer an mir rum. Vor kurzen kommentierte jemand sinngemäß meinen Trailer, dass ich mich “zum Messias der Seglerszene aufspielen” würde. Und so ein SUP hat ja auch was vom übers Wasser gehen. Stützt also die These. Und man kann wieder kommentieren, ich sei zu doof zum Schwimmen.

Veröffentlicht unter Technik | 15 Kommentare

Bootsbau für jeden.

Google Chrome. Mittlerweile mein Standardbrowser. Letzte Woche habe ich auch zum ersten Mal diese Google Web Apps ausprobiert. Und bin dabei auf den Autodesk Home Styler gestoßen.

Großartig! Endlich kann man mal veranschaulichen, wie es unter Deck moderner Yachten aussieht. Und endlich hat man mal einen schönen Vergleich.

Für alle die, die bisher noch nie den Fuss in eine Yacht gesetzt haben, hier mal die 3 wichtigsten Ausführungen eines modernen Schiffes.

1. 42 Fuß Family Comfort Cruiser mit Eignerkabine und Navivecke

2. 26 Fuß Kleinkreuzer mit Innenausbau

3. DIGGER

Bildschirmfoto 2013-03-14 um 10.40.21

Bildschirmfoto 2013-03-14 um 10.23.57

Bildschirmfoto 2013-03-18 um 08.58.52

Veröffentlicht unter Technik | 2 Kommentare