Was macht man, wenn es bis Nachmittags regnet und danach bei Sonne kein Wind ist und man keine Lust auf Regen und keinen Wind hat? Richtig – nen Hafentag.
Sven hat mir gestern ein Baumzelt entworfen und vermessen. Das hätte ich in den letzten 3 Monaten sehr gut gebrauchen können. Aber der nächste Regen kommt bestimmt.
Gestern Abend hatte ich dann noch ordentlich zu tun. Zunächst in der Abendstimmung den Rechner aufgeklappt und ein wenig am Buch geschrieben. Dabei ist ein Glas Wein immer eine gute Idee. Also den vom Regen aufgeweichten Seglerkoffer “Merlot-Primitivo” rausgekramt und ein Glas gefüllt. Es stand etwa 2 Minuten auf dem Cockpitboden, als jemand über den Steg lief. Polly, eben noch chillend auf dem Kapokkissen, dachte wohl, es sei jemand, den sie kennt. Beim Versuch, den Hund ruhigzustellen und vom beherzten Sprung abzuhalten, bin ich dann mit meinem Fuß, Größe 47, am Weinglas hängen geblieben. Die Folge war ein über und über mit Primitivo-Merlot geflutetes Cockpit. Also alles wegräumen, Pütz aus der Backkiste kramen, mit Wasser füllen und Cockpit spülen. Polly verfluchen.
Keine 5 Minuten später flog ein riesiger Schwarm Vögel hier rum. Ich dachte, es sei eine gute Idee, ein paar Fotos davon zu machen. Dabei kam ich mit meinem Fuß erneut an das wieder aufgefüllte Glas Rotwein. Diesmal war der Kick etwas stärker, so dass auch die Sitzflächen besudelt wurden. Also alles wegräumen, Pütz aus der Backkiste kramen, mit Wasser füllen und Cockpit spülen. Fuß verfluchen.
Nachdem alles ordentlich sauber gemacht wurde, liess ich mich erneut nieder, füllte das Glas noch einmal. Ich nahm einen genüsslichen Schluck, während ich bereits in Gedanken wieder am Buch war. Beim Abstellen des Glases machte ich nun einen blöden Fehler. Ich stellte es mit der Kante auf meine FlipFlops, die im Cockpit rumlagen. Die Folge: alles wegräumen, Pütz aus der Backkiste kramen, mit Wasser füllen und Cockpit spülen. FlipFlops verfluchen.
Ansonsten hatte ich einen schönen und ruhigen Tag. Hier bei Renz ist es wunderbar. Eine sehr familiäre Atmosphäre, ein schöner kleiner Steg, sehr gepflegte und saubere Anlage.
Übrigens – wer mal in den Genuß kommen möchte, eine Varianta 18 zu segeln, kann hier bei Renz die VA18 “Wickie” chartern. Oder wenn’s komfortabler oder größer sein soll, auch Etaps und neue Dehler Yachten. Die Schlei, vor allem Schleswig, ist ein idealer Charterort. Auf dem geschützten Fjord kann man sich erst mal ans Boot gewöhnen, bevor man in die Dänische Südsee oder den Rest der Ostsee segelt.
Heute, so wird berichtet, soll wieder etwas Wind zu Besuch kommen. Aus Süd. Idealer Parasail Wind. Das Segel steht schon an Deck und ich freu mich auf nen schnellen Tag.
Hier noch ein paar Bilder von gestern und dem nebeligen heute.