Kommen und gehen.

Wolkenlosen Himmel verbindet man immer mit wenig Wind oder gar Flaute. Viel Wind bringt man eher mit Wolkenformationen zusammen. Manchmal ist das aber genau anders rum.

Gestern morgen bei 3 Bft abgelegt. Unter einem Himmel, den man als “heiter” bezeichnen kann. Wie immer bin ich sehr langsam und so war ich erst gegen halb 12 ablegebereit. Ein Ziel hatte ich nicht – wie immer. Dachte erst an Birkholm, sah dann aber viele viele Boote dort und so fuhr ich einfach weiter.

Nächste Option war Strynø. Henning, ein Folkebootsegler, der einhand unterwegs ist, schrieb mir jedoch, dass da gerade gebaut wird und es laut und staubig sei. Also weiter. Irgendwas kommt schon. Es kam auch was. Und es ging was. Die Wolken gingen und mit dem blauen Himmel kam viel Wind auf. Sehr stetige 5 Beaufort. Die hatte ich raumschots bis halb. Wellen auch entsprechend und dann kamen 2,5 Knoten Strömung von vorne. Die schöne Fahrt ging damit in den Keller. Ein Kommen und Gehen. Strömung, Wind und Welle führten zu putzigen Wellenformationen und zu noch putzigeren Lenkmanövern auf meinem kleinen Schiffchen.

Also Hafenhandbuch rausgekramt und nach Rudkøbing gelaufen.

Rudkøbing ist zwar nicht gerade eine Perle der Südsee, aber vielleicht ist es deswegen auch so schön leer und so hat man eines: Ruhe.

Die suche ich gleich weiter. Heute ist wenig Wind und keine Wolken, viel Strömung und viel Wärme. Bei dem Wetter muss ‘ne kleine Insel dran glauben.

 

Ein Gedanke zu “Kommen und gehen.

  1. Mein absoluter Lieblingshafen auf Langeland ist Ristinge. Ein ganz kleiner, aber noch aktiver Fischerort, der aber kaum von Yachten angelaufen wird wegen der geringen Wassertiefe. Mit Deinem Boot aber gar kein Problem, halte dich nur an die Hafeneinfahrt. Neue und absolut leere Sanitärräume und garantiert der schönste Sonnenuntergang der Südsee! Bin schon oft da gewesen.

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